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@ohwiecool ist #zerowaste

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Hej ihr Lieben ❤

Nachhaltigkeit hat ja viele Facetten. Eine dieser Facetten (und wohl die bewundernswerteste) ist die des #zerowaste-Lebensstils.
Ein wahnsinnig tolles Vorbild ist bei dem Thema, wie ich finde ,die liebe Franzi @ohwiecool. Sie integriert die Müllvermeidung so toll und ohne Zwang in ihren Alltag, dass finde ich wirklich beeindruckend!
Und da ich zu dem Thema einige Fragen an Franzi hatte und dachte, dass euch das vielleicht auch interessiert, habe ich sie interviewt! 🙂

Ich bin total begeistert von ihren Antworten und ziehe sehr viel Inspiration daraus! Geht euch das auch so? Vielleicht stellt ihr euch ja auch noch andere Fragen zu dem Thema? Schreibt mir das doch gerne hier oder bei Instagram in die Kommentare und wir tauschen uns aus.

Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Lesen und hoffe, ihr könnt genau so viel Inspiration daraus sammeln wie ich! 🙂

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Name: Franzi
Alter: ganz bald 23.
Wohnort: Chemnitz (ist weder grau noch braun)
Hobbys: neue Rezepte ausprobieren, Backen, Lettering, Nähen
Studiengang: Heilpädagogik/ inclusion Studies (Bachelor)
Ich in drei Worten: alles ist möglich.

 

Wenn du einen Wunsch frei hättest, was würdest du dir wünschen?

Ich würde mir wünschen, dass wir alle lernen unsere Intelligenz sinnvoll zu nutzen. Sei es um Politik zu machen, die das Zusammenleben verbessert und nicht verschlechtert; um die Welt positiv zu verändern; um allen Kindern ein Gefühl von Zuhause geben zu können; um Diskriminierung und Chancenungleichheit zu Begriffen der Vergangenheit zu machen; um lebensrettende Erfindungen zu ermöglichen; um Menschen zu heilen; um kreativ Lösungen für Probleme zu finden damit der Planet noch eine Weile bewohnbar bleiben kann.

Wie bist du auf das Thema #zerowaste gekommen, was war der Auslöser dieses Thema in dein Leben zu holen?

Für mich war das keine von-heute-auf-morgen-Aktion. Das hat sich alles so langsam in meinen Alltag geschlichen. Als Kind habe ich bereits ziemlich genau auf Mülltrennung geachtet, mich hat es wütend gemacht, wenn an der Straße Müll herum lag. (Das macht es mich auch heute noch). Meine zwei großen Brüder haben mich sicherlich geprägt was das Weltverbessern angeht. Sie haben mir zeitig gezeigt, wie man mit einfachen, kleinen Dingen etwas verändern kann. Eine Verpackung vom Boden aufzuheben und in den nächsten Mülleimer zu werfen, tut nicht weh. Ein bisschen war das Thema „Müll“ also schon immer in meinem Leben. Richtig aufmerksam auf zerowaste wurde ich durch Instagram, ich suchte mir Inspirationen und bekam Gründe aufgezeigt, etwas gegen den Plastikkonsum zu tun. Bilder von total vermüllten Stränden, Tiere die wegen dem Plastikmüll leiden und leidvoll sterben, harte Fakten. Und dann war da ganz besonders noch der gesundheitliche Grund. Wir wissen nicht welche Auswirkungen genau Kunststoff auf unsere Gesundheit und allgemein auf das Leben hat, das Leben von uns, aber auch den anderen Lebewesen, die ein wichtiger Teil des Systems sind.

Wie integrierst du das in deinen Alltag, ist das schwer?

Jede Veränderung bedarf einer Umgewöhnung. Und einem starken Willen. Ohne geht das einfach nicht. Es ist eine Veränderung in vielen Bereichen des Alltags, deshalb hat es mir geholfen da ganz schrittweise vorzugehen. Hat man eine passende Alternative gefunden, ist das gar nicht mehr so schwer, dann daran festzuhalten. Schwer fällt mir aber noch, mir nicht ständig Vorwürfe zu machen, wenn mal etwas nicht nach meinen Vorstellungen klappt. Oder es auch zu akzeptieren, dass Andere (noch) eine ganz andere Perspektive auf ihren Plastikkonsum haben.

Auf was kannst du trotz allem nicht verzichten?

Katzenfutter. Der Kater muss versorgt werden und eine gesunde, müllfreie Alternative habe ich nicht gefunden. Aber das ist okay.

Sind deine Freunde/Familie von dem Thema #zerowaste genervt, oder haben das alle gut angenommen und sich sogar einiges abgeschaut?

Alle würde ich nicht sagen, aber ich freue mich über jeden kleinen Schritt, den jemand geht. Ich will auch niemanden meinen Lebensstil aufdrücken. Meine Familie und auch die von meinem Freund zeigen ganz gut Interesse. Ich schätze jedes kleine Gespräch dahingehend. Und wenn es nur darum geht, warum wir kein Küchenpapier im Haus haben. Besonders stolz bin ich auf meinen Freund. Anfangs war er eher so semi begeistert von dem was ich da tue. Mittlerweile streitet er sich auch gern im Dönerimbiss über die Plastiktüte, die er nicht haben will, aber der Verkäufer ihm uuunbedingt mitgeben will.

Hast du 5 Tipps, wie jeder Müll ganz einfach in seinem Alltag vermeiden kann?

1. : Dinge wiederverwenden, sei es das Gurkenglas, schon mal benutztes Geschenkpapier, große Plastikverpackungen als Müllbeutel oder Zeitungen für den Bioabfall.
2. : Dinge selber machen. Tee aus Orangen oder Apfelschalen. Waschmittel aus Kastanien. Tortillawraps aus Wasser und Mehl. Nussmilch, Kokosmilch, Hafermilch.
3. : Lebensmittel wertschätzen. Dadurch wirft man weniger weg. Kühlschrank regelmäßig aufräumen, was ist noch da und was kann man daraus kochen? Ich kann die App „Plant Jammer“ dabei empfehlen. Außerdem macht es Sinn eine Einkaufsliste zu schreiben, die auf einem Mahlzeitenplan basiert. Was will ich die Woche essen? Was brauche ich dafür? Und dann nur das kaufen. Ist schwer, aber es geht!
4. : Beim Einkauf Wert auf Verpackungen aus Glas oder Papier legen, man braucht nicht zwingend einen Unverpacktladen um Plastik zu vermeiden! Gemüse und Obst findet man in größeren Supermärkten zahlreich lose, ansonsten auf dem Wochenmarkt vorbeischauen und „Nein, Danke“ zu Plastiktüten sagen.
5. : Einwegprodukte in jeder Hinsicht meiden und auf nachhaltigere, wiederverwendbare Alternativen umsteigen. Kaffeebecher, Jutebeutel, Spülbürste aus Holz, Zahnbürste aus Bambus, Bienenwachstücher statt Frischhaltefolie, Kaffeefilter aus Edelstahl statt Papierfiltertüten oder Kaffeepads, eine Menstruationstasse anstatt von Tampons nutzen, wiederverwendbare Abschminkpads aus Stoffresten nähen, feste Seife statt Flüssigseife kaufen, … die Liste ist unendlich lang! Ich hoffe es ist für jeden etwas dabei, wo er/sie anfangen kann! Es geht nicht darum perfekt zu sein und keinen Schnipsel Plastik mehr zu produzieren, es geht darum einen ersten Schritt zu machen und etwas bewegen zu wollen!

Ist Einkaufen gehen für dich teurer geworden, seit du Umverpackungen vermeidest?

Für mich bedeutet allgemein nachhaltiger leben auch Geld zu sparen, also nein es ist nicht teurer geworden. In vielerlei Hinsicht denke ich da einfach minimalistischer, also zum Beispiel was die Verwendung von Einwegprodukten angeht. Es ist günstiger in langlebige Produkte zu investieren. Beispiel: Ein Rasierhobel kostet zwischen 10 und 30€. Das ist deutlich mehr als eine Großpackung an Einwegrasierern, an plastikverpackten Plastikrasierklingen quasi. Die kauft man ja dann aber mehrmals im Jahr. Den Rasierhobel habe ich ewig, die Klingen kann ich an einer alten Jeans schärfen und brauche nach der Investition quasi kein Geld mehr dafür ausgeben. Ähnlich ist das mit den Bienenwachstüchern anstatt von Frischhaltefolie, oder den wiederverwendbaren Abschminkpads. Und und und.

Außerdem versuche ich ja viel selber zu machen. Eine Packung Wraps kostet beispielsweise 1,19€, dieselbe Menge kann ich selber machen, aus Mehl und Wasser, für nicht mal 20 cent. Man bezahlt ja quasi die Verpackung immer mit. Und das muss einem klar werden. Würde ich ausschließlich im Unverpacktladen einkaufen, dann würde das mein Budget sprengen. Dort kaufe ich tatsächlich nur die Dinge, die ich anderweitig nicht plastikfrei bekomme: Spülmittel, Hefe, Linsen, Reis und Backpulver.
Sicherlich ist Milch beispielsweise in der Glasflasche teurer, aber im selben Zug haben wir beispielsweise auch unseren Konsum davon minimiert. Lieber weniger Milch trinken, aber dafür bewusst zur „besseren“ greifen. Lebensmittel wertschätzen bedeutet für mich weniger wegwerfen und deshalb auch öfter mal zu den hochwertigeren Produkten greifen. Also das gleicht sich in unserem Fall total aus.
Mein Fazit: wenn man bewusst einkauft und das kauft, was man braucht, dann ist es auf keinen Fall teurer. An manchen Stellen kann man sogar dadurch Geld sparen. Man verzichtet ja auch folglich mehr auf gewisse Sachen als vorher, Chips und überflüssige Kosmetik zum Beispiel. Es ist einfach wichtig, die Augen für gute Alternativen offen zu halten!


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Ich freu mich wirklich so sehr, dass ich dich interviewen durfte liebe Franzi und danke dir von Herzen!

Und was ich vor allem zum Thema #zerowaste mitnehme: alles fängt irgendwo an und es geht Schritt für Schritt weiter. Ich beginne jetzt erstmal mit dem Thema #lesswaste und hoffe, dass ich irgendwann so konsequent den Müll umgehen kann wie Franzi!
Was aber klar ist: was mich nicht körperlich oder psychisch beeinträchtigt, wenn ich es weglasse oder ersetze, kann ich auch umstellen! Feste Seife, statt Cremeseife nutzen? Tut mir nicht weh! Dinge selber machen, statt zu kaufen? Macht mir sogar Spaß! Bewusster und „besser“ einkaufen? Spart mir sogar Geld!
Heißt: etwas, oder auch vieles, von diesem Lebensstil in mein Leben zu lassen macht einfach nur Sinn und das auf vielen Ebenen. 🙂

Ich hoffe, dass euch Franzis Antworten und Anregungen zum Thema #zerowaste genauso inspirieren etwas davon in euer Leben zu lassen wie mich!
Lasst uns die Welt doch alle zusammen ein bisschen mehr vom Müll befreien, Müll ab jetzt versuchen zu vermeiden und unseren schönen Planeten noch für viele viele Jahre bewohnbar halten.

Übrigens freue ich mich wahnsinnig, dass meine Nachhaltigkeitswoche bei euch bis jetzt so gut ankommt! Ich danke euch sehr für den schönen Austausch zum Thema hier und auf Instagram. 🙂
Lasst uns das gerne so beibehalten, das macht mir wahnsinnigen Spaß!
Erzählt doch zum Beispiel mal zum heutigen Thema: Was von Franzis Tipps setzt ihr bereits um, was ist für euch komplett neu? Ich bin gespannt!

Und morgen geht es nachhaltig weiter mit einer weiteren Produktalternative zur Plastikvermeidung!

Bis dahin, habt es fein ❤
Eure Vanessa

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